Margarete - sie war immer unser heimlicher General und Motor und begleitete uns viele Jahre.
Ständig hatte sie eine neue Idee oder ein neues Projekt im Kopf. Immer war es komplett - es begann mit einer Idee, zeigte den Weg auf und am Ende stand ein fertiges Produkt, mal eine Ausstellung, dann ein Buch oder eine Namensgebung. Sie konnte nicht anders, es musste immer alles stimmen, denn ihr Anspruch war hoch.
Ihre Energie war bewundernswert. Mit ihrer Kraft und Lust auf Arbeit hat sie uns immer alle in Bewegung gehalten. Ihre Bücher, wie „Leben in Wilhelmsruh“ und „90 Jahre rote Schule“, ihre viel besuchten Kiezspaziergänge werden für immer im Gedächtnis vieler Schüler- und Elterngenerationen sein und auch ihre zahlreichen Ausstellungen legen Zeugnis davon ab. Als ihrem viel geliebten Wilhelmsruh gar drohte, mit seinem Namen von den Berliner Karten zu verschwinden, sorgte sie dafür, dass zwei Ortseingangsschilder aufgestellt wurden.
Hatte sie erst einmal eine Idee gepackt, ließ sie nie wieder davon ab, bis sie sie in ein Ergebnis umgewandelt hatte. So war es mit dem Namen für die Rudolf- Dörrier- Grundschule oder auch mit dem Erforschen des Namensgeber von Wilhelmsruh, nach dem auf ihr Drängen hin heute eine Straße von Wilhelmsruh benannt ist.
Besonders am Herzen lag ihr unser mehrgenerativer Ansatz in der Arbeit. Über Kiezspaziergänge, die AG Spurensuche, Gesprächsrunden, gemeinsame Feste und Treffpunkte fand sie immer wieder neue Ansatzpunkte, um die Generationen miteinander zu verbinden und gemeinsames Leben voller Neugier aufeinander und mit gegenseitigem Respekt möglich zu machen.
Mit all dem wird uns Margarete Brückner in Erinnerung bleiben. Tief sitzt Margarete in unserer Seele und wir sind glücklich, ein Teil ihres Lebens gewesen zu sein.
Carmen Urrutia